140 Jahre Dampfer „Pillnitz“

Der Dampfer „Pillnitz“ der Weißen Flotte Sachsen ist 140 Jahre alt.

Zum 50. Jubiläum der Sächsisch-Böhmischen Dampfschifffahrtsgesellschaft im Jahr 1886 als Schwesterschiff des Dampfers „König Albert“ (heute „Meissen“) unter dem Namen „Königin Carola“ in Blasewitz in Dienst gestellt, hat das Schiff eine bewegte Geschichte hinter sich.

1919 in „Diesbar“ und 1927 in „Pillnitz“ umbenannt, erfuhr der Dampfer im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Umbauten. Diese betrafen sowohl den Bereich der Maschinen- und Kesselanlage als auch den Aufbau eines Oberdecks und die Errichtung eines Salons.

Während des Kriegs wurde die mit einem Tarnanstrich versehene „Pillnitz“ zur Evakuierung von Opfern der Bombenangriffe auf Hamburg eingesetzt.

Zu DDR-Zeiten dampfte das Schiff unter dem Namen „Weltfrieden“ auf der Elbe und sicherte auch die beliebten Mehrtagesfahrten in die Tschechoslowakei ab. Parallel hierzu hielten weitere Instandhaltungs- und Umbauarbeiten sowie eine Großreparatur Anfang der 1980er Jahre den Raddampfer in Fahrt.

Nach der deutschen Einheit erfolgte die erneute Umbenennung des Schiffes in „Pillnitz“, verbunden mit einer historischen Sanierung und Modernisierung.

Anlässlich des 190. Bestehens der Weißen Flotte Sachsen hat der Dampfer seinen langjährigen weißen Anstrich wiedererhalten und wird auf der gesamten Strecke zwischen der Sächsischen Weinstraße, dem Dresdener Stadtgebiet und dem Elbsandsteingebirge eingesetzt.

Zum 140. Schiffsgeburtstag am 16. Mai 2026 gratulierten der 1. Vorsitzende Lars Funke und weitere Mitglieder der Fachgruppe Elbeschiffahrt der Besatzung um Schiffsführer André Zobel, der gleichzeitig sein 20. Dienstjahr auf dem Jubiläumsdampfer feiert.

Nach zwei Canaletto-Fahrten und der Einladung an die Bevölkerung zum „Tag des offenen Schiffes“ klang der Tag mit der abendlichen Jubiläumsfahrt aus. Zahlreiche Fahrgäste hatten sich hierzu an Bord begeben und durften eine schöne Fahrt bei Dixieland-Musik und Sonnenuntergang zum Schloss Pillnitz und zurück genießen.

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